AdOppidum - Kunst im öffentlichen Raum in Glurns

Ideenwettbewerb

 

Das stille Nest heißt Glurns im Heimatroman von Rudolf Greinz. Für manche seiner Bewohner ist das Städtchen eine heile Welt, ein lebendiger Ort mit guten Kontaktmöglichkeiten. Aber auch die Enge, der Mangel an Geschäften und öffentlichen Einrichtungen kommen zur Sprache. Legende sind die Misthaufen unter den Lauben und die Hennen am Dorfplatz, ebenso wie die vorbildliche Stadtsanierung in den 1970er-Jahren.

Bei der Gratwanderung zwischen Musealisierung und Entwicklung nach heutigen Bedürfnissen soll nun ein Kunstprojekt vermitteln: Verschiedene Arbeiten im öffentlichen Raum sollen die Auseinandersetzung mit dem kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld fördern und die Wahrnehmung des urbanen Raumes schärfen. Davon erwartet sich die Gemeinde nicht zuletzt auch einen weiteren Impuls für den Kulturtourismus.

Mit diesem Ziel wurde 2014 ein Ideenwettbewerb für Kunst im öffentlichen Raum in Glurns ausgeschrieben. Zur Einstimmung erhielten die Teilnehmer eine Audio-CD mit Interviews, in denen Glurnser wie Auswärtige aus verschiedensten Blickwinkeln über ihre Wahrnehmung der Stadt berichten. Aus den eingereichten Arbeiten der Künstler ermittelte eine internationale Jury schließlich sechs Projekte, die im Laufe der nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Im Frühjahr 2015 wurden sämtliche Projekte im Rahmen einer Ausstellung vorgestellt und in einem Journal publiziert, das an alle Haushalte verteilt wurde.
 

Kuratorium des Ideenwettbewerbs für Kunst im öffentlichen Raum in Glurns
Konzept, Ideenwettbewerb 2014
Präsentation 2015

Projekt in Zusammenarbeit mit Dr. Marion Piffer Damiani
Mitarbeit: Arch. Francesca Giovannini
Schnitt der Interviews: Milena Holzknecht

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